Bildung

Bildung

„Je gebildeter der Geist,
je offener die Seele,
je friedvoller die Einstellung,
umso humaner die Handlungen und
umso bewusster wird Eigenverantwortung gelebt,
und umso umfassender das Streben nach Einheit
mit Menschen, Tieren und Pflanzen.“

David Wared

Bildung ist elementar für die Entwicklung und für den erfolgreichen Umgang mit den Veränderungen des Lebens. Sie dient der Aufklärung des Menschen und fördert dadurch seine philosophisch-geistige Entwicklung. Sie schafft die Voraussetzungen, damit der Mensch Visionen wahrnehmen kann, sie in Ideen aus der unendlichen Quelle seines Potenzials umsetzt und realisiert.

Das neue Bewusstsein nach meiner Philosophie stellt die Persönlichkeitsentwicklung heraus und macht deutlich, dass jede Identität der Erweiterung zustrebt und der Mensch aus der freien Wahl dieses ermöglichen sollte. Das Ziel der philosophischen Beratung liegt darin, die Entwicklung des Potenzialausdrucks zu fördern, wobei sich, inzwischen philosophisch begründet, immer deutlicher der echte Ethos aus der Essenz im menschlichen Verhalten offenbart und der Mensch sowohl innerer Frieden als auch äußere Friedfertigkeit an den Tag legt. Seine Grundgüte herauszustellen, ist das Anliegen des Heilwirkens und der philosophischen Förderung, welche u. a. durch die Meditation wesentlich vorangebracht werden kann. Gemäß des universellen 3F-Prinzips nach Lichtbewusstsein geht es im Leben um die Herausforderung, die der Mensch aus dem Geschehen erfährt und ihm als das Neue begegnet.

Dieses Neue drückt sein eigenes Sehnen aus, nämlich die Vereinigung aller Gegensätzlichkeit zu bewirken und damit die Trennung, die sein Weltverständnis begrenzt hat und ihn von seiner universellen Ursprünglichkeit getrennt hat, wieder aufzuheben. Philosophisch hilft dem Menschen das erweiterte Verständnis der Ethik weiter, denn anders, als die Lehre von den guten Sitten und der Moral, die den Menschen beschränkt, ist die Ethik der neuen Zeit die Lehre der Freiheit und der Befreiung von der engen und trennenden Einstellung. Die Philosophie des Lichtbewusstseins hat als erste Weisheitslehre klargemacht, dass es auf der universellen Ebene eine Ethik gibt, die aus dem Absoluten kommt, und das Ideal beschreibt. Diese Universalethik stellt das Sehnen und die absolute Freiheit dar, und bringt zum Ausdruck, was eine liebende und heilvolle Einstellung beinhaltet. Sie bildet die Basis der unbeschränkten Verwirklichung der ewig gültigen Werte von Freiheit, Liebe, Wahrheit, Frieden und Einheit, welche im Universum absolut verwirklicht werden. Einzig der Mensch hat verschiedene endliche Morallehren, die im Gegensatz und oftmals in Konflikt stehen, entworfen und allesamt seinen Selbstausdruck beschränken. Sie schneiden ihn von der Quelle seines Ursprungs ab. Bildung ist das wichtigste Gut, um den Menschen zur Erkenntnis seines wahren und unendlichen Ethos hinzuleiten und damit die Kämpfe und Barrieren zwischen den Kulturen zu beenden.

Für eine Orientierung bei der Entscheidungsfindung braucht der Mensch adäquate Antworten auf seine Fragen, die sein Ideal betreffen. Diese offenbaren sich, wenn er sein Potenzial durch die Bildung nach und nach entdeckt und in seine Persönlichkeit integriert. Die Förderung des Potenzials ist ein wesentliches Bildungsziel. Auf dieser Grundlage findet der Mensch zu seinem Ethos, der sich durch Bildung dem Ideal annähert, wodurch sich für ihn in der Vielheit immer deutlicher das unteilbare Ganze zeigt. Damit wird ihm auch seine Einzigartigkeit bewusst, und er findet zu seiner Berufung. Dieses wesentliche Ziel der Selbstfindung verwirklicht sich durch die Bildung. Daher ist der offene, gerechte und einfache Zugang zu Bildungseinrichtungen eine wichtige Voraussetzung für die Selbstentwicklung der Menschen und für eine Gesellschaft der erweiterten Humanität und höchster Friedensverwirklichung. Fehlt es an Bildung, bleibt die Weltsicht und Selbstbetrachtung des Einzelnen in ihren bisherigen Grenzen, und der Mensch findet kaum Möglichkeiten, die Prägungen durch die gesellschaftliche Norm zu hinterfragen und aufzulösen.
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